| -10 dB Pad Schalter |
Der
-10 dB Pad Schalter dient dazu, den Aufnahmepegel um 10 dB zu senken. Dadurch
verhindern Sie das Übersteuern des Mikrofones (Verzerrungen) bei sehr
lauten Schallquellen. Der maximale Schallpegel des Mikrofones (max.
SPL) erhöht sich hierdurch um 10 dB. |
| |
|
| 8 |
Bei
der Acht (8) handelt es sich um eine typische Richtcharakteristik
von Studio Mikrofonen. Bei dieser Richtcharakteristik werden die Schallquellen
überwiegen vor und hinter dem Mikrofon aufgenommen. Diese Richtcharakteristik
eignet sich besonders für Bühnen-Aufnahmen, sowie für Raumakkustiken
und der Aufnahme von zwei gegenüberliegenden Schallquellen (z. B. zwei
SängerInnen). |
| |
|
| Äquivalenz-Schalldruckpegel |
Der Äquivalenz-Schalldruckpegel beschreibt das Eigenrauschen des
Mikrofones. Die Bauteile eines jeden Mikrofones erzeugen ein gewisses Grundrauschen.
Kein Mikrofon ist somit rauschfrei! Der Äquivalenz-Schalldruckpegel
gibt die erforderliche Mindestlautstärke einer Schallquelle an, um
das Eigenrauschen des Mikrofones zu übertönen. Die normale Stimme
beträgt etwa 60 dB, Flüstern hingegen nur etwa 30 dB. Werte unterhalb
von 30 dB sind somit als exzellent einzustufen. |
| |
|
| Eigenrauschen |
siehe Äquivalenz-Schalldruckpegel |
| |
|
| Empfindlichkeit |
Die
Empfindlichkeit (auch Feldleerlaufübertragungsfaktor) eines Mikrofones
beschreibt die Empfindlichkeit gegenüber von Schallquellen. Eine hohe
Empfindlichkeit des Mikrofones bedarf nur einer geringeren Mikrofonverstärkerung,
wodurch der Rauschpegel des Mikrofones gering gehalten wird. Wird die Empfindlichkeit
für verschiedene Frequenzen aufgezeichnet, so spricht man bei der resultierenden
Grafik vom Frequenzgang. Dieser gibt Aufschluss über den Klang eines
Mikrofones. |
| |
|
Feldleerlauf- übertragungsfaktor |
siehe Empfindlichkeit |
| |
|
| Figure 8 |
siehe 8 |
| |
|
| Frequenzbereich |
Der Frequenzbereich gibt den Bereich an, in welchem von dem Mikrofon Geräusche
aufgenommen werden. Der Mensch kann, abhängig vom Alter, Schall zwischen
20 - 20000 Hz wahrnehmen. Aus diesem Grunde sind die meisten Mikrofone in
der Lage, Schall in diesem Frequenzbereich aufzunehmen. |
| |
|
| Impedanz |
Die Impedanz gibt den elektrischen Stromwiderstand des Mikrofones gegenüber
dem Anschlußgerät an. Für gewöhnlich sind Mikrofone
mit einer Impedanz von < 600 Ohm zu bevorzugen, da diese das beste Klangerlebnis
liefern. Um die Signalstärke des Mikrofones zu erhalten, sollte der
Widerstand des Anschlussgerätes (Mischpult, Soundkarte, etc.) identisch
oder höher der des Mikrofones sein. |
| |
|
| Kondensator Mikrofon |
Grundlegend wird zwischen zwei Mikrofontypen unterschieden: Den dynamischen
und den Kondensator Mikrofonen. Während dynamische Mikrofone sich
durch ihre Robustheit und hohe Schallbelastbarkeit auszeichnen, haben
sie wegen ihrer geringeren Tonqualität keine Bedeutung bei der Sprach/Gesangsaufnahme
im Studio. Kondensator Mikrofone sind die beste Wahl für professionelles
Studio Recording.
Kondensator
Mikrofone sind wie ein Plattenkondensator aufgebaut: Eine metallbeschichtete
Membran und eine gelochte Metallplatte sind in kurzem Abstand zueinander
montiert. Durch Anlegen einer Spannung (Phantomspeisung)
entsteht zwischen Membran und Metallplatte ein Potenzialgefälle mit
einer messbaren Kapazität. Trifft Schall auf die Membran, verändert
sich der Abstand zwischen Membran und Metallplatte, woraus sich die Kapazität
des Kondensators ändert und letztendlich ein elektrisches Signal
entsteht. Es wird zwischen zwei Kondensatortypen unterschieden: Dem "echten"
und dem "Back Electret" Kondensator. Beim Back Electret Kondensator sind
die Kondensatorplatten bereits vorgeladen, wodurch dem Mikrofon nur eine
geringe (z. B. durch eine Batterie) oder garkeine Spannung zugeführt
werden muss. Aufgrund der geringen Spannung besitzen Back Electret Kondensatoren
jedoch nur kleine Membranen. In der Studiotechnik sind somit "echte"
Kondensatoren zu bevorzugen.
|
| |
|
| Kugel |
Bei
der Kugel handelt es sich um eine typische Richtcharakteristik
von Studio Mikrofonen. Bei dieser Richtcharakteristik werden die Schallquellen
von allen Seiten des Mikrofones aufgenommen. Diese Richtcharakteristik eignet
sich besonders für Bühnen-Aufnahmen, für Raumakkustiken,
für die Aufnahme größerer Schallquellen (z. B. Chöre,
Orchester, etc.) und überall dort, wo die Schallquellen um das Mikrofon
verteilt sind. |
| |
|
| Low-Cut Schalter |
Der
Low-Cut Schalter dient dazu, den unteren Frequenzbereich
des Mikrofones auszublenden. Für gewöhnlich werden Frequenzen
unterhalb von 100 Hz durch das Mikrofon nicht mehr wahrgenommen. Dieser
für Gesang und Sprache überwiegend uninteressante Bereich stellt
insbesondere unter Live-Bedingungen ein Problem da. Denn im Bereich von
unter 100 Hz treten Störgeräusche, insbesondere der Trittschall
von Bodenpodesten, auf. Gerade im Live-Bereich sollte der Low-Cut somit immer
aktiviert sein. Mikrofone besitzen entweder einen externen Schalter (an
der Außenseite des Gehäuses) oder einen internen Schalter (innen
im Mikrofon. Das Gehäuse muß somit zur Aktivierung aufgeschraubt
werden). |
| |
|
| max. SPL |
Der maximale Sound Pressure Level (SPL) beschreibt die maximale Schallbelastbarkeit
des Mikrofones. Für gewöhnlich wird diese für eine bestimmte
Frequenz (z. B. 1000 Hz) angegeben. Oberhalb dieser Schallbelastung beginnt
das Mikrofon zu verzerren. Als Kenngröße für die Verzerrung
hierfür wird die Total Harmonic Distortion (THD) angegeben.
Bei einer THD von 1% ist das Gesamtsignal bereits zu 1% verzerrt. |
| |
|
| Membran |
Die
Membran ist eines der Kernstücke eines Kondensator Mikrofones.
Sie ist das entscheidene Element, um den Schall aus der Umgebung aufzunehmen.
Die Membran (zur besseren Leitfähigkeit häufig mit Gold beschichtet)
bildet zusammen mit einer festen Metallplatte den Kondensator. Trifft Schall
auf die Membran, verändert sich der Abstand der Membran zur festen
Metallplatte, wodurch das Signal erzeugt wird. Hierfür werden ultradünne
Materialien (häufig nur 3 µm dick) verwendet. Weitere Informationen
finden Sie unter Kondensator Mikrofon. |
| |
|
| Mikrofonspinne |
Die
Mikrofonspinne ist die wichtigste Halterung für Studio Mikrofone. Der
entscheidene Vorteil gegenüber eines Mikrofonhalters ist, dass das
Mikrofon locker in der Mikrofonspinne sitzt. Die Mikrofonspinne selber besteht
aus zwei Teilen, die mit einer gefederten Gummiaufhängung miteinander
verbunden sind. Hierdurch wird erreicht, dass Vibrationen aus der Umgebung
(insbesondere vom Fußboden) nicht an das Mikrofon übertragen
werden und zu Störgeräuschen führen. Bei Studio Mikrofonen
sind Mikrofonspinnen immer einer normalen Mikrofonhalterung zu bevorzugen. |
| |
|
| Mikrofonvorverstärker (Mikrofonpreamp) |
Ein Mikrofonvorverstärker verstärkt das von einem Mikrofon erzeugte
Tonsignal. Da Mikrofone selbst keine Verstärkung besitzen (außer USB Mikrofone), ist das
erzeugte Tonsignal für gewöhnlich sehr leise. Um das Tonsignal
auf eine gut hörbare Lautstärke zu erhöhen, ist ein Mikrofonvorverstärker
erforderlich. Mischpulte oder auch die meisten Soundkarten haben bereits
einen Mikrofonvorverstärker integriert. Bei normalen PC
Soundkarten ist dieser jedoch häufig nicht ausreichend und ein richtiger
Mikrofonvorverstärker ist erforderlich. In diesem Falle sollte der Mikrofonvorverstärker am LINE IN Eingang der Soundkarte angeschlossen
werden! |
| |
|
| Niere |
Bei
der Niere handelt es sich um die häufigste Richtcharakeristik
in der Studiotechnik. Bei der Niere werden Schallquellen nierenformig vor
dem Mikrofon wahrgenommen. Schallquellen hinter und seitlich vom Mikrofon
werden nur gering aufgenommen. Diese Richtcharakteristik ist perfekt für
die Aufnahme von einzelnen Schallquellen (Gesang, Instrument, etc.) bei
gleichzeitiger Reduzierung von Hintergrundgeräuschen und Verminderung
von Rückkopplungen. |
| |
|
| Phantomspeisung |
Die Phantomspeisung ist eine Gleichspannung von gewöhnlich 48V. Sie
wird von allen echten Kondensator Mikrofonen benötigt.
Die Phantomspeisung dient zur Aufladung der beiden Kondensatorplatten und
somit zur Ausbildung der erforderlichen Kapazität. Ohne Phantomspeisung
funktioniert kein echtes Kondensator Mikrofon! Back Electret Kondensator
Mikrofone benötigen hingegen nur eine geringe (z. B. eine Batterie)
oder garkeine Spannung, da ihre Kondensatorplatten bereits vorgeladen sind.
Die Tonqualität unterscheidet sich jedoch von den echten Kondensatoren,
da aufgrund der geringeren Spannung nur kleine Membranen in solchen Mikrofon
zum Einsatz kommen. |
| |
|
| Preamp |
siehe Mikrofonvorverstärker |
| |
|
| Richtcharakterisik |
Die Richtcharakteristik gibt an, aus welchen Raumrichtungen das Mikrofon
Schall bevorzugt aufnimmt. Die Wahl der Richtcharakteristik ist entscheidend
dafür, ob alle Schallquellen gleichmäßig aufgenommen werden,
wie stark Hintergrundgeräusche zu hören sind und ob Rückkopplungen
auftreten. Für die Aufnahme von Gesang oder einzelnen Instrumenten
werden üblicherweise Nieren oder Supernieren
verwendet. Bei größeren Schallquellen, Live-Aufnahmen oder Raumakkustiken
kommen Kugel und 8 zum Einsatz. |
| |
|
Röhre
(Röhrenvorverstärker,
Röhrenmikrofon) |
Bei
der Röhre handelt es sich genaugenommen um den veralteten Vorgänger
des Transistors, welcher in der Verstärkung von Tonsignalen bei Mikrofonen
und Verstärkern eine wichtige Rolle spielt. Transistoren sind kleiner,
leichter, robuster und langlebiger als Röhren und haben diese daher
überwiegend ersetzt. Nichts desto trotz finden Röhren aufgrund
ihres warmen, weichen Sounds immer wieder Einsatz in der Tontechnik. Qualitativ
sind sie keinesfalls schlechter als Transistoren, ob sie besser sind bleibt
jedoch geschmackssache. Aufgrund der aufwendigeren Technik und der geringeren
Produktion sind Röhrenmikrofone deutlich teurer als herkommliche Studio
Mikrofone, womit eine Invesition in solche Geräte gut überlegt
sein sollte und häufig garnicht lohnenswert ist. Röhrenvorverstärker
hingegen unterscheiden sich aufgrund ihrer großen Verbreitung preislich
kaum von Transistorvorverstärkern. |
| |
|
| S/N Ratio |
Die S/N Ratio ist die allgemeine Abkürzung für das Signal-Rausch-Verhältnis.
Sie beschreibt den Abstand zwischen Tonsignal und Grundrauschen des Mikrofones.
Allgemeine Faustregel: Je größer der Abstand (also je größer
die S/N Ratio), desto geringer das Rauschen auf der Aufnahme. |
| |
|
| Spinne |
siehe Mikrofonspinne |
| |
|
| SPL |
siehe max. SPL |
| |
|
| Superniere |
Bei
der Superniere handelt es sich um eine übliche Richtcharakeristik in
der Studiotechnik. Bei der Superniere werden Schallquellen nur in einem
schmalen, nierenförmigen Bereich vor dem Mikrofon aufgenommen. Schallquellen
hinter und seitlich vom Mikrofon werden hingegen nur gering aufgenommen. Diese Richtcharakteristik
ist perfekt für die Aufnahme von einzelnen Schallquellen (Gesang, Instrument,
etc.) bei gleichzeitiger Reduzierung von Hintergrundgeräuschen und
Verminderung von Rückkopplungen. |
| |
|
| THD |
Die Total Harmonic Distortion beschreibt die harmonische Verzerrung eines
Mikrofones. Verzerrungen sind unerwünschte Frequenzen, die zur Verfälschung
des eigentlichen Klanges führen. Die THD wird als Richtgröße
in der Bestimmung der maximalen Schallbelastbarkeit (max. SPL) verwendet.
Sie darf einen festgelegten Grenzwert (meist 1%) nicht überschreiten. |
| |
|
| Vorverstärker |
siehe Mikrofonvorverstärker |
| |
|